Art: Pressemitteilung
Thema: Behörden und Organe
Zielgruppe: Alle
Branche: Alle Branchen
Kategorie: Existenzgründung


Aachen | 16.03.2012 07:34

Heitzer vergibt 100. Förderung durch EXIST-Forschungstransfer an Friedrich-Schiller-Universität Jena





Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dr. Bernhard Heitzer, hat beim heutigen zweiten Investmentforum "Innovationen suchen Kapital" in Berlin ein Gründungsteam der Friedrich-Schiller-Universität Jena ausgezeichnet. Das Team "JeNaCell" erhält die 100. EXIST-Forschungstransfer-Förderung, die im Rahmen von "EXIST - Existenzgründungen aus der Wissenschaft" vom BMWi bewilligt wurde. Das Gründungsteam erforscht die Herstellung von bakteriell synthetisierter Zellulose, die sich als Basismaterial zur Wundversorgung und für Kosmetikprodukte eignet. Mit Hilfe von EXIST-Forschungstransfer wird ein kontinuierliches automatisiertes Produktionsverfahren entwickelt. Staatssekretär Heitzer: "Exzellente Forschung ist die Basis für neue Technologien und innovative Produkte. An deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen schlummern jedoch noch zu viele spannende Ideen, die Grundstock eines neuen Unternehmens werden könnten. Hier setzt das EXIST-Programm an. Der EXIST-Forschungstransfer erleichtert technisch oft besonders anspruchsvollen Gründungsvorhaben den Weg vom Labor in den Markt. Er hat sich als attraktives und erfolgreiches Instrument zur Unterstützung technologisch besonders anspruchsvoller Ausgründungsvorhaben aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen bewährt. Wie uns unabhängige Experten bestätigt haben, leistet die Maßnahme einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der kapitalintensiven akademischen Spin-offs. Wir haben deshalb beschlossen, EXIST-Forschungstransfer fortzuführen." Die Fördermaßnahme EXIST-Forschungstransfer ist vom BMWi im Rahmen der High-Tech Strategie im November 2007 als jüngste Maßnahme der EXIST-Familie aufgelegt worden. Die Förderung erfolgt in zwei Phasen: In der ersten Phase werden an Hochschulen oder Forschungseinrichtungen FuE-Projekte finanziert, im Rahmen derer die Forschungsidee zur Gründungsreife weiterentwickelt werden soll; in der zweiten Phase erhalten die neu gegründeten Unternehmen einen weiteren festen Zuschuss. In bislang acht Antragsrunden wurden bis Ende 2011 100 Gründungsprojekte aus unterschiedlichen Feldern der Spitzentechnologie (Life Sciences, erneuerbare Energien, Optik, Materialwissenschaften) zur Förderung ausgewählt. Jedes Jahr kommen rund 25 neue Förderungen hinzu. Eine unabhängige Evaluation bestätigt die Wirksamkeit von EXIST. Die Gesellschaft für Innovationsforschung und Beratung (GIB), Berlin, hatte im Auftrag des BMWi die Maßnahmen EXIST-Forschungstransfer und das breitenwirksame EXIST-Gründerstipendium evaluiert. Der Abschlussbericht liegt jetzt vor. Demnach gibt die Förderung durch EXIST fast immer den entscheidenden Anstoß, um eine herausragende Technologie weiterzuentwickeln und eine Unternehmensgründung konkret vorzubereiten. Ohne die EXIST-Förderung wären diese Vorhaben gar nicht oder nur deutlich verzögert in Angriff genommen worden. Weiterhin zeigt sich: Neun von zehn EXIST-geförderten Teams haben bereits gegründet oder bereiten die Gründung konkret vor. Um exzellente Forscher weiterhin beim Schritt in den Markt unterstützen zu können, hat das BMWi jetzt die Fördermaßnahme EXIST-Forschungstransfer um drei Jahre verlängert. Darüber hinaus greift das BMWi einige Vorschläge der Evaluatoren auf und wird die Förderbedingungen modifizieren: Die Einstellung eines betriebswirtschaftlichen Mitarbeiters wird künftig von Beginn der Förderphase I (bisher: nach sechs Monaten) möglich sein. Zudem kann die Laufzeit von Förderphase I im Einzelfall auf 24 Monate (bisher 18 Monate) verlängert werden. Der nächste Stichtag zur Einreichung von Skizzen für EXIST-Forschungstransfer ist der 31. Juli 2012. Das EXIST-Programm ist Bestandteil der Initiative "Gründerland Deutschland". EXIST wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert.




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